Krankheiten beim Hund machen uns "Zweibeiner" immer mit Krank. Gegen die meisten kann man Vorbeugen - dazu muß man sie kennen und sich Informieren. Eine kleinen Auswahl an Krankheitsbildern werde ich hier nach und nach zusammentragen.

STAUPE

Was meist wie eine starke Erkältung anfängt, wird schnell zu einer ausgewachsenen Krankheit, die schwere Schäden nach sich ziehen kann. Eine Impfung schützt.

Eine der bekanntesten Hunde-Infektionskrankenheiten ist die Staupe. Meistens befällt sie Jungtiere, aber auch ältere Tiere sind vor einer Ansteckung nicht sicher. Besonders gefährdet sind auch geschwächte Tiere, die von Parasiten befallen sind, eine andere Erkrankung haben oder einfach an seelischem Kummer leiden.

Krankheitsverlauf

Übertragen wird die Staupe durch ein Virus, welches sich im Krankheitsverlauf sehr tückisch verhält. Etwa nach drei bis sechs Tagen nach der Ansteckung bricht die Krankheit aus und ist anfangs von einer schweren Erkältung nicht zu unterscheiden. Die Augen des Tieres sind gerötet, die Nase läuft, der Hund ist matt, unlustig und hat keinen Appetit. Begleitet werden diese ersten Krankheitszeichen von hohem Fieber von bis zu 41 Grad Celsius. Ein weiteres Erkennungszeichen sind kleine Pusteln auf der Haut, die aber nicht immer vorkommen und zudem unter dem Fell des Hundes auch oft schwer zu erkennen sind. Der Nasen- und Augenausfluss ist in höchstem Maße ansteckend für andere Hunde !

Bei hohem Fieber sollten Sie auf alle Fälle zum Tierarzt gehen und sich nie auf eine Eigendiagnose verlassen. Behandeln Sie Ihr Tier nicht eigenständig mit diversen fiebersenkenden Mitteln. Das Fieber kann man damit zwar oft senken, eine Besserung der eigentlichen Erkrankung ist aber dadurch nicht zu erreichen.

Entweder unmittelbar nach dem Fieber oder nach einer Phase der scheinbaren Erholung, können weitere Krankheitssymptome auftreten. Man unterscheidet drei Verlaufsformen der Staupe, die aber in einander übergehen können.

Bei der Darmstaupe leiden die Hunde an starkem Erbrechen und wässrigem bis blutigem Durchfall, der kaum zu Stillen ist. Bei der Lungenstaupe kommt es zu Husten, Atembeschwerden, Nasenausfluss und Lungenentzündung. Der dritte Krankheitsverlauf ist die Nervenstaupe, sie ist eine besonders gefürchtete Art der Staupe. Die Hunde leiden an Krämpfen und Lähmungen und verlieren teilweise sogar das Bewußtsein. Bei diesem Krankheitsverlauf wird das Gehirn geschädigt, so dass diese Art der Staupe oft tödlich endet.

Die Staupe ist in ihrem Verlauf als tückisch bekannt, weil das Tier immer wieder auf dem Wege der Besserung zu sein scheint und nach scheinbarer Genesung wieder erkrankt.

Folgeschäden

Tiere, die eine Staupeerkrankung überlebt haben, behalten häufig lebenslange Schäden zurück. Das können beispielsweise Zahnschmelzdefekte (Staupegebiß), spröde rissige Pfoten und unter Umständen sogar Verhaltensstörungen sein.

Impfschutz

Der beste Schutz gegen die Staupe ist die regelmäßige Impfung. Gegen diese Krankheit wird schon in den ersten Lebenswochen des Hundes geimpft. Die erste Wiederauffrischung erfolgt im ersten Lebensjahr, weitere Auffrischungen finden alle zwei Jahre statt. Fragen Sie Ihren Tierarzt danach, er wird Ihnen einen Impfplan erstellen.

 

TOLLWUT

Stephen King beschrieb die Tollwut in seinem Roman "Cujo" in beängstigender Weise, wie aber ist der Verlauf der Krankheit wirklich? Und wie kann man sich schützen?

Nicht nur Stephen Kings Cujo infizierte sich im besagten Film mit der Tollwut, auch in Disneys Yello wurde beim Kampf mit einem Wolf infiziert. Was in Filmen weit entfernt scheint, kann dem eigenen Hund beim Waldspaziergang geschehen, es sei denn er ist geimpft.

Bei der Tollwut handelt es sich um eine lebensbedrohliche, durch Viren ausgelöste Infektionserkrankung, die durch den Speichel infizierter Tiere, in der Regel durch einen Biss, übertragen wird. Jährlich werden in Deutschland ein bis drei Fälle gemeldet.
An der Tollwut können nahezu alle Säugetiere und auch Vögel erkranken. Sie wird vornehmlich durch wildlebende Fleischfresser übertragen, in unseren Breitengraden steht der Fuchs an erster Stelle. In Amerika sind es die Waschbären und Skunks, die die Krankheit auf Hund und Katze übertragen können. In Ausnahmefällen kann eine Infektion des Menschen durch Hund- und Katzenbisse mit dem Virus erfolgen.

Symptome

Infizierte Tiere verändern ihr Verhalten, werden nervös, scheu, haben Schluckbeschwerden und vermehrten Speichelfluss. Sie haben große Schmerzen im Bereich der Bissstelle, sind wasserscheu und sind ängstlich. Im weiteren Verlauf der Krankheit werden die Tiere aggressiv, beißen und schnappen nach Artgenossen und Menschen. Kurz vor ihrem Tod, der Nach kurzem Krankheitsverlauf folgen hochgradige Lähmungserscheinungen infolge dessen jede Erkrankung nach dem Auftreten der ersten Symptome tödlich endet. Eine Therapie des Tieres ist nicht möglich. Beim Menschen kann u.a. mit einer passiven Immunisierung der Krankheitsausbruch meistens verhindert werden. Diese Maßnahme müssen aber sofort nach einem Biss eingeleitet werden.
Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen dem Biss durch ein infiziertes Tier bis zum Auftreten erster Krankheitszeichen beträgt zwischen acht Tagen und zwei Monaten. Auch längere Inkubationszeiträume sind möglich.
Die Tollwut gehört zu den anzeigepflichtigen Infektionskrankheiten.

Vorbeugen

Seit einigen Jahren wird versucht, den Fuchs durch eine Schluckimpfung zu schützen. Dabei wird der Impfstoff von den Tieren mit ausgelegten Hühnerkopfködern aufgenommen.
Wie schon erwähnt ist eine Therapie der Tollwut nicht möglich, deshalb ist es umso wichtiger, Hunde und Katzen durch eine vorbeugende Impfung zu schützen. Diese wird im Impfpass eingetragen und somit ist auch ein Grenzübertritt ins Ausland erlaubt ist, sofern keine anderslautenden Einfuhrbestimmungen oder Quarantäne vorgeschrieben sind.

 

Hüftgelenkdysplasie

Trotz gewissenhafter Selektion in der Zucht kommt es immer wieder zu der Diagnose Hüftdysplasie, umgangssprachlich HD genannt. Schon lange ist dies keine reine Schäferhunderkrankung mehr.

Die Fehlbildung oder Fehlentwicklung eines Gewebes oder Organs wird in der Medizin als Dysplasie bezeichnet. Bei der Hüftgelenkdysplasie (kurz HD) bedeutet dies also eine Fehlbildung der Hüfte. Hierbei passen die Gelenkspfanne und der Oberschenkelkopf, welche die gelenkbildenden Knochen sind, nicht korrekt aufeinander. In der Regel tritt diese Erkrankung beidseitig auf und kann verschieden stark ausgeprägt sein.

Krankheitsanzeichen

Im Laufe der Skelettreifung kommt es beim Welpen und Junghund zu verschiedenen Veränderungen am Hüftgelenk. Betroffen sind, wie schon erwähnt, die Knochen des Hüftgelenks. Das Hüftgelenk besteht aus der Hüftgelenkpfanne, die vom Becken gebildet wird, dem Oberschenkelkopf und dem Schenkelhals, ebenso gehören die Gelenkkapsel und die Muskeln der Hüfte und des Oberschenkels dazu.

Bei einem normal verlaufenden Wachstum zentriert sich der Oberschenkelkopf (Femurkopf) in der Hüftgelenkpfanne (Azetabulum) zunehmend, während es bei einer HD allmählich zu einem Abwandern des Oberschenkelkopfes von der Pfanne kommt.

Die Entwicklung dieser Fehlbildung kann sich unterschiedlich geprägt fortsetzen und bedeutet eine verschiedengradige, teilweise Subluxations ( Ausrenkung des Hüftgelenk ). Im extremen Fällen kann die Fehlbildung sich soweit entwickeln, dass es zu einer kompletten Ausrenkung (Luxation) des Hüftgelenks kommen kann. Eine weitere Form der HD ist eine unzureichende Ausbildung der Pfanne oder der Kugel.

Nur ein Röntgenbild kann Aufschluss darüber geben ob ein Hund an HD leidet und welchen Schweregrad diese hat.

Wann wird geröntgt?

Junge Hunde können mit ca. 6 Monaten an der Hüfte geröntgt werden, um zu sehen, ob die Gefahr einer HD besteht. Allerdings ist eine HD-freie Diagnose in diesem Alter noch kein Freischein, denn der Hund ist noch nicht ausgewachsen. Liegt in diesem Alter allerdings ein Schaden vor, so kann man mit der Ernährung und gezieltem Training eventuell schlimmeres abwenden.

Die Hauptröntgenaufnahme wird mit einem Jahr durchgeführt, allerdings müssen dies eigentlich nur Tiere machen, die in der Zucht eingesetzt werden sollen. Leider ist dies nicht bei allen Rassen so, ließe sich doch so manches Hundeleid dadurch abwenden. Die einzelnen Rasseverbände haben verschiedene Richtlinien und Abstufungen in Bezug auf die Zuchttauglichkeit.
Für den "Normal-Hundebesitzer" ist es allerdings ratsam, wenigstens ein Röntgenbild von den Hüften seines ausgewachsenen Hundes zu haben. So kann man nicht durch Unwissen schlimmer machen was eventuell schon schlimm genug ist.

Eine Garantie ist ein Röntgenbild nicht, aber es beruhigt ungemein.

Auch die Ernährung spielt eine Rolle

Die Entwicklung der Hüfte wird zum einen durch die Erbanlagen der Elterntiere beeinflusst, aber auch durch die Ernährung des Hundes.
Bei der Ernährung eines Junghundes, gerade bei großen Rassen, sollte es vermieden werden dass die Tiere zu schnell wachsen. Hierbei hat das Futter eine tragende Rolle. Im Futter sollte ein Überangebot von Kalzium vermieden werden. Bei der Verwendung eines Vollwertfutters sollte daher darauf geachtet werden, dass das Verhältnis von Phosphor zu Kalzium etwa 1:1 ist.

Leider kam es in den letzten Jahren immer wieder zu gewissen Modetrends im Bereich der Hunderassen. Da hat so mancher ein Geschäft gewittert und ohne Rücksicht auf die Folgen munter drauf losgezüchtet. Das Ergebnis waren Hunde mit vererbten Hüftschäden, denn diese Art Züchter denken nur an ihren Profit und nicht an ein gesundes Hundeleben. Deshalb wenden Sie sich bitte immer an die Zuchtverbände, diese werden Ihnen gerne gute Züchter mit gesunden Hunden nennen.

 

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